Sonntag, 11. Dezember 2011

Katerfrühstück


Weihnachtszeit ist Glühweinzeit.

Was gibt es herrlicheres als bei diesem bescheidenen Wetter über einen Weihnachtsmarkt zu schlendern, sich von den Gerüchen und der Musik vom Vorweihnachtlichen Geschenkeeinkaufsstress abzulenken und sich gepflegt einen Glühwein nach dem anderen hinter die Binde zu kippen.

Aus anfänglich einem wird ein zweiter, es folgt ein dritter und dann…

„Autsch, meine Rübe“, tönt es morgens, oder sollte man lieber späten Nachmittag sagen, aus dem Bett.

Da hat sich wohl jemand einen Kater eingefangen. Zumindest geht es mir immer wieder so, wenn ich mal an einem oder mehreren Glühweinen nippe.

Und was macht man dagegen?

Richtig. Ein schönes Katerfrühstück muss her…

Ein Katerfrühstück ist ein Frühstück, welches die Beschwerden eines Katers nach übermäßigem Alkoholkonsum am Vorabend lindern soll. Es besteht aus vermehrter Flüssigkeitszufuhr sowie Eiweiß- und fettreicher Kost, insbesondere Fisch, Saurem oder sauer Eingelegtem, wie Bismarckhering, Sauerkraut oder Rollmops. Die Wirkung von Fisch und Saurem ist aber eher indirekter Natur, da beides zu einem Durstgefühl führt, so dass der Betroffene trinkt und so dem Körper benötigte Flüssigkeit zuführt.
Medizinisch erwiesen ist allerdings, dass Alkohol das körpereigene Hormon Vasopressin hemmt, das normalerweise das Wasser im Körper zurückhält. Daher der erhöhte Harndrang nach Alkoholkonsum, durch den auch Mineralstoffe ausgeschwemmt werden. Deswegen empfiehlt sich ein Nährstoff- und flüssigkeitsreiches Katerfrühstück, um den Elektrolythaushalt wieder in Ordnung zu bringen.
Von fortgesetztem Alkoholkonsum („Konterbier“, „-schnaps“ etc., österreichisch „Reparaturseidl“) ist jedoch abzuraten, da die weitere Aufnahme von Alkohol zur fortschreitenden Dehydrierung des Körpers führt. Zudem werden die typischen Symptome eines Katers durch die erneut ausgelöste Rauschwirkung nur auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Besser ist es, die Wasser- und Mineralstoffzufuhr zu erhöhen und der Leber Zeit zum Alkoholabbau zu geben.

Blöd nur, das meine Rollmöpse und Bismarckheringe noch irgendwo in der Nordsee rumschwimmen. Also wird das schon mal nichts.

Aber zum Glück findet man schön andere Sachen die man herrlich zu einem Katerfrühstück gebrauchen kann:



Zutatenliste: 

1 Scheibe Brot
1 Scheibe Käse
2 Scheibe Schinken
1 Saure Gurke
2 eingelegte Maiskölbchen
1 bis 2 Dattelcherrytomaten

Zubereitung:

Die Gurke halbieren und zusammen mit den Maiskölbchen in den Schinken einrollen.

Den Käse auf das Bot legen und die zwei Schinkenröllchen auf dem Brot platzieren.

Dann das Ganze für etwa 10 Minuten in den vorgeheizten Backofen verschwinden lassen.

Dann die Tomaten klein schneiden und über das Brot geben.

Dazu bitte dann noch ausreichend viel trinken!!

Kostenrechnung:

Wer will sich schon hinsetzten und nach dem Verzerr von so viel Glühwein über Kosten reden? Sagen wir einfach es ist bezahlbar okay?

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